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Markt Donaustauf · Donaustauf · 16.09.2026

Schadstoffuntersuchung in der Grundschule Donaustauf

Ergebnisse der Begehung vom 2. Juni 2026

Im Juni 2026 wurde das Schulgebäude von einem unabhängigen Sachverständigenbüro umfassend untersucht. Ziel war es, mögliche Schadstoffe in der Bausubstanz des rund 60 Jahre alten Gebäudes sowie die Qualität der Raumluft zu prüfen. Aufgrund des Baujahres war davon auszugehen, dass damals Materialien verwendet wurden, die heute als gesundheitlich bedenklich gelten.


Untersuchungsumfang

Das Expertenteam entnahm Proben aus verschiedenen Bauteilen und führte Raumluftmessungen durch.

Im Fokus standen folgende Stoffe:

  • Asbest
  • Schwermetalle wie Blei
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB)
  • Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • Holzschutzmittel wie PCP
  • Künstliche Mineralfasern (KMF)
  • Schimmelpilzbelastung

Im Detail

Asbest

In einigen Bauteilen – etwa Spachtelmassen, Fugen, Fensterbrettern, Fliesenklebern oder alten technischen Anlagen – wurde Asbest nachgewiesen. Da diese Materialien unbeschädigt und überdeckt sind, besteht keine Gefahr für die Raumluft. Bei Bohrungen oder Rückbauarbeiten müssen die Vorgaben der entsprechenden DIN-Normen zwingend eingehalten werden.

Künstliche Mineralfasern (KMF)

Alte Mineralwolle wurde in Brandschutztüren und Rohrdämmungen vermutet. Auch hier besteht keine Gefährdung, solange die Bauteile unbeschädigt bleiben.

Schwermetalle

In einzelnen Anstrichen wurden erhöhte Bleigehalte festgestellt. Da die Beschichtungen intakt sind, besteht keine Gefahr für die Nutzerinnen und Nutzer.


Raumluftmessungen

Die Messungen erfolgten unter besonders strengen Bedingungen (hohe Temperaturen, 10 Tage geschlossene Räume, kein Lüften). Trotz dieses „Worst-Case-Szenarios“ zeigen die Ergebnisse:

  • PAK, VOC und BTEX: Deutlich unter den geltenden Richtwerten
  • PCB: Auch die neuen, strengeren Richtwerte (gültig ab 2025) werden klar unterschritten
  • PCP: In der Raumluft nicht nachweisbar
  • Schimmelpilz:
  • Ein ungenutzter Kellerraum weist an einer Stelle sichtbaren Schimmel auf → fachgerechte Sanierung erforderlich
  • In Klassen- und Aufenthaltsräumen keine Auffälligkeiten Konsequenzen & Ausblick
  • Der Schulbetrieb kann uneingeschränkt weitergeführt werden.
  • Bei zukünftigen Sanierungsmaßnahmen müssen die betroffenen Räume vorab auf mögliche Schadstoffbelastungen geprüft werden.
  • Bei positivem Befund dürfen Arbeiten nur durch geschultes Personal oder Fachfirmen ausgeführt werden.
  • Ein Mitarbeiter der Marktgemeinde Donaustauf soll speziell geschult werden, um Arbeiten im Gebäude fachgerecht begleiten und teilweise selbst ausführen zu können.

Ergebnis: Keine Gefahr für den Schulbetrieb

Für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Beschäftigte besteht keinerlei gesundheitliche Gefährdung.

Alle festgestellten Schadstoffe sind fest in der Bausubstanz gebunden, weisen keine großflächigen Beschädigungen auf und stellen im regulären Schulbetrieb keine Gefahr dar. Wichtig bleibt: Bei baulichen Eingriffen oder Sanierungsmaßnahmen müssen die betroffenen Bereiche vorab durch ein Prüflabor untersucht werden.

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